Neun junge Fotografinnen und Fotografen stellen das "Zuhause" in seiner Vielschichtigkeit zur Diskussion. Ihre Arbeiten regen an, über den individuellen wie gesellschaftlichen Begriff des "Zuhause" nachzudenken: die kulturelle Schere in unseren Köpfen, die sich dahinter verbergenden verschiedenen Sicherheitsbedürfnisse, Wünsche und Sehnsüchte. Ist das, was man "Zuhause" nennt, nur eine störanfällige Illusion? Und ist eine Welt, in der sich jede/r zuhause fühlen kann, eine gesellschaftliche Utopie?Die Bildserien porträtieren Dorfleben auf dem Lande, begleiten Straßenkinder in Ulan Bator, dokumentieren das eigene Heim als Sicherheitstrakt in Johannesburg, erzählen vom Verlust des Zuhause und dem oft alle Kräfte fordernden Bestreben sich wieder einzurichten. Die Bildserien focussieren auf die Surrealität uniformer Urlaubssiedlungen auf Gran Canaria oder der eigens geschaffenen "Rentner-Welt" in Arizona; sie präsentieren neureiche Frauen in Mexiko-City in opulenten Interieurs und konstruieren Alltagsorte, die sich als "Seh-Fallen" aus Pappe und Papier entpuppen. Neben einer Einführung in den Band von Prof. Gottfried Jäger gibt es zu jeder Serie einen Text, der die jeweilige fotografische Position reflektiert. Alle Bildautorinnen und -autoren werden mit Kurzbiografien vorgestellt. Das Grußwort schrieb Ruud Lubbers, Hoher Flüchtlings-kommissar der UN. Ein Vorwort von Reporter ohne Grenzen, Kurzporträts inhaftierter Journalisten und eine Darstellung unserer Arbeit komplettieren den Band. die Fotografen/Fotografinnen:Thomas DemandKendell GeersAndreas GefellerPeter GranserAnja LehmannEva LeitolfDaniela RossellAnne SchönhartingJulia Sörgel
Taz, 2003, 100 Seiten, Broschiertwww. reporter-ohne-grenzen. de