Werkschau anläßlich der Ausstellung in der Albertina in Wien. Seiichi Furuya (* 1950 in Izu/Japan) lebt seit 1973 in Europa, ist Mitbegründer der Camera Austria und hat zahlreiche Ausstellungen wichtiger japanischer Fotografen am Forum Stadtpark Graz kuratiert. Voll Verwunderung und zugleich kritisch hat der japanische, in Österreich lebende Fotograf Seiichi Furuya in den letzten 25 Jahren auf viele "europäische" Themen reagiert, etwa auf den Eisernen Vorhang, die Berliner Mauer oder die Ereignisse am Balkan - Themen, die inzwischen bereits Geschichte sind. Seine Bilder in ihrem klarsichtigen Befremden geben Zeugnis von einer sehr eigenständigen und fortwährenden Auseinandersetzung, einer Selbstbefragung. Dass die Kamera Furuyas die einzige, doch umso präzisere Möglichkeit ist, expressiv mit Ereignissen und Tatsachen in Bezug zu treten, zeigt sich beeindruckend im "Erinnerungswerk" an seine früh verstorbene Frau. In den letzten Jahren hat Furuya in seinem Garten fotografiert: Dabei entstanden an der Peripherie einer europäischen Kleinstadt Bilder geradezu magischer und atemberaubender Farbigkeit. Scalo, 2004, 184 Seiten, 54 Farb 50 s/w Abb., 25 x 30 cm, gebunden mit Schutzumschlag