Kerber,  2002,  Paperback,  72 Seiten, 48 farbige Abbildungen - 25 x 21 cm
Thomas Levy (Hrsg.)

Marc Lüders. Photopicturen

Marc Lüders verbindet in seinen Arbeiten die Mittel der Fotografie und der Malerei zur Kunstgattung der Photopictur (pictura = lat. Malerei; Gemälde). Der Gewinn an künstlerischen Ausdruckspotentialen, der damit entsteht, erschließt sich zunächst über die Charakteristika der Ausgangsmedien: Im Wesen der Fotografie liegt es, Ausschnitte der Realität zu zeigen. Bestimmte Perspektiven, Beleuchtungen und gegenständliche Arrangements können dabei hergestellt werden. Der Fotografie haftet jedoch ein grundlegender dokumentarischer Wert an - das Foto liefert immer auch den Beweis: Dies ist oder war real. Die Malerei zeigt im Vergleich dazu nicht ein Stück Realität, sondern schafft eines. Sie bildet nicht ab, sondern ist selbst das Bild, beweist nichts - außer eben sich selbst. Zugleich ist die Kulturtat eine andere, entgegengesetzte: Der Künstler fängt nicht ein äußeres Bild ein, er trägt ein Bild - sein inneres Bild - aus sich heraus. In Verbindung von Fotografie und Malerei begegnen sich die Möglichkeiten, äußere Realitäten zu Bildern und innere Bilder zu äußerer Realität zu machen. Damit entsteht eine zentrale und in ihrer Qualität einzigartige Option für künstlerischen Ausdruck: Dem Spiel mit der ungreifbaren Spannung von Realität und Surrealität, mit Objektivität und Subjektivität, Außenwelt und Innenwelt, Natur und Kultur. Biografie1963 geboren in Hamburg1986 Fachhochschule für Gestaltung Hamburg1994 Studium Anthropologie und Philosophie in Mainz1997 Arbeitsstipendium der Stadt Hamburg2002 Stipendium der Deutschen Akademie Rom, Villa Massimo für die Casa Baldi in Olevano RomanoKerber Verlag, 2003, 21 x 25 cm, 72 Seiten mit 48 Farbabbildungen, größtenteils ganzseitig, Klappenbroschur

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