Hans Kollhoff gehört zurzeit wohl zu jenen Architekten Europas, deren Werk - wie auch deren Veröffentlichungen - am kontroversesten diskutiert werden. Er ist denn auch jenen Architekten zuzurechnen, die sich einer (architektur-) theoretischen Diskussion - in Publikationen und in seiner Lehre - stellen, aber auch tatsächlich viel bauen. Im Panorama der mittlerweile 15-jährigen Lehrtätigkeit von Hans Kollhoff an der ETH Zürich - erst als Gastdozent, ab 1990 als ordentlicher Professor für Entwurf und Konstruktion - lässt sich eine grundlegende, in vielen kleinen Schritten manifest werdende Veränderung beobachten. Zum einen steht sie in Zusammenhang mit Kollhoffs eigener Person und seinem Werdegang als Architekt, zum anderen mit den relevanten architektonischen Debatten der letzten Jahre und Jahrzehnte. Nach einer Einleitung von Kollhoff, verschafft Johannes Brunner in einem gehaltvollen Text einen umfassenden Überblick über Kollhoffs Schaffen. Im anschliessenden Hauptteil wird Kollhoffs Lehrtätigkeit ausführlich - Jahr für Jahr, Semester für Semester - aufgerollt: mit Textauszügen aus Kollhoffs Lehrveranstaltungen und Aufgabenstellungen dokumentiert und mit Bildern von Studentenarbeiten - Modelle, Pläne, Zeichnungen - reich illustriert. Zu Kollhoffs ehemaligen Studenten gehören u. a. Simon Courvoisier (Bünzli Courvoisier, Zürich), Emanuel Christ und Christoph Gantenbein (Christ und Gantenbein, Basel), Christine Binswanger (Partnerin bei Herzog & de Meuron), Barbara Burren (Burgdorf Burren Architekten), Silva Ruoss, Andreas Müller und Daniel Truninger (Müller Truninger Architekten). Nach seinem Architekturstudium (1968-75) an der Universität Karlsruhe erhielt Hans Kollhoff (*1946, Lobenstein/Thüringen) ein DAAD-Stipendium für die Cornell University, New York, wo er bis 1978 als Assistent im Graduate Design Program arbeitete. Nach seiner Rückkehr gründete er sein eigenes Büro in Berlin, das er seit 1984 partnerschaftlich mit der Architektin Helga Timmermann führt. Bis 1983 war er Assistent am Lehrstuhl für Gebäudelehre und Entwerfen an der TU Berlin und hatte 1981-87 verschiedene Gastprofessuren (u. a. Hochschule der Künste in Berlin, ETH Zürich). Hans Kollhoff ist seit 1990 ordentlicher Professor am Lehrstuhl für Architektur und Konstruktion der ETH Zürich. Erscheinungstermin: Oktober 2003Niggli Verlag, 2003, 416 Seiten, 500 farbige Abbildungen, 20 x 26.5 cm, gebunden, mit Schutzumschlag
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