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Books / Landschaftsarchitektur / Werke / Länder / Gartenkunst in Japan. Von den Anfängen bis Heute

Irmtraud Schaarschmidt-Richter

Gartenkunst in Japan. Von den Anfängen bis Heute

Der japanische Garten erfüllt in seinen typologisch wie stilistisch verschiedenen Ausprägungen unterschiedliche Funktionen. Sie zu verstehen lernen, vermittelt der vorliegende Band durch seinen fundierten Text und die instruktiven Bilder. ''Nichts Kunstvolleres, nichts weniger Natürliches als japanische Landschaftsgärten. Und doch bestehen sie weitgehend aus Natur, aus Wasser (Teichen, Flüssen, Wasserfällen), Steinen, Felsen, Inseln, dazu Bäumen und Pflanzen, immergrün oder sich verfärbend, der Raum komponiert nach der Chronologie der Jahreszeit. Diese Gärten sind sozusagen natürliche Signifikanten von Natur, die sie darstellen, zitieren, von der sie auch die mitintegrierten Ausblicke gleichsam «borgen», «dreidimensionale Landschaftsgemälde», nach einem glücklichen Begriff von Irmtraud Schaarschmidt-Richter. Nach ihren vielgerühmten früheren Büchern über das Kunstwerk des japanischen Gartens legt sie jetzt eine wunderbar illustrierte Typologie der Gartenkunst in Japan vor, gruppiert in den Teich-, den Teegarten und die Betrachtungsgärten, unter denen der «Trockenlandschaftsgarten» - der Name ist weit weniger schön als der Garten - mit seinen Steinen, Felsen und täglich geharkten Kiesarrangements für das westliche Auge das Fernste, Fremdeste und zugleich das Anziehendste ist: Kunst der Abstraktion, der Reduktion und der konzentrierten Meditation in Vollendung. Der historische Rahmen ist von der ersten grundlegenden Schrift zur Gartenkunst, dem «Sakuteiki» (11. Jahrhundert), bis zu einem geglückten modernen Exempel, der Präfekturverwaltung von Kagawa, gespannt. Ein informatives, kundig kommentiertes, in jedem Sinn schönes Buch, das freilich die Reise nach Kyoto, zum Ryoanji- und Daitokuji-Tempel mit dem einzigartigen Daisen-in-Garten weder ersparen kann noch ersparen will. Wer wollte sich auch selber dieses Höhepunktes eines kontemplativen Reise-Lebens berauben?'' (Neue Zürcher Zeitung)Hirmer, 1999, 244 S. m. zahlr. meist farb. Fotos, Grundrissen u. Ktn. 30 cm. Buchleinen (Gewebe)

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