Books / Kunst / Zeitschriften / du / du 758. In den Gärten. Jäten im Paradies
Seit der Vertreibung aus dem Garten Eden wünscht sich der Mensch in diesen zurück. Er scheint ihm die ideale Landschaft zur geistigen Erholung. Wegen der Erbsünde muss er aber inzwischen heftig ackern für ein noch so kleines Paradies. Und ist dabei mit den durchaus unsentimentalen Kräften der Natur konfrontiert. Im Garten welkt es, vertrocknet es, kriecht es unbefugt zur Nachbarin, wächst es falsch oder gar nicht. In den Gärten. Jäten im ParadiesDie Prioritäten007 – Zu viele Schafe, zu viel Regen, zu viel Geschichte. Von Richard Swartz008 – Mostar: Auferstanden aus Ruinen. Von Juli Zeh010 – Arm, aber reich. Von Sieglinde Geisel011 – Ein Vater für alle Chinesen. Von Mathias Bölinger013 – Jahrestagezum Seitenanfangdu 758 – In den Gärten. Jäten im Paradies018 – Vier Jahreszeiten in meinem Garten. Bilder von Duane Michals020 – Ringen mit der Wildnis. Erst der Mensch zähmt die Natur. Von Hansjörg Küster024 – Lady von Windisch. Gertrud Bölsterli und ihr Garten. Von Daniele Muscionico026 – Für Pflanzen ist die Welt schon lang ein globales Dorf. Von Christian Schmidt027 – Oden an Lavendel, Mohn und Geissblatt028 – Bilder von Vincenzo Castella034 – «Jäten, bitte!» National Trust, weltgrösster Gartenbesitzer. Von Martin Alioth036 – Der Londoner Square ist ein Park im Strassenrock. Von Rüdiger Görner038 – Barone der Bäume. Literarische Früchte der Kindheit. Von Gisela Steinlechner039 – Paradies im Altersheim. Gartentherapie ist am schönsten. Von Jacqueline Schärli040 – Oden an Tulpe, Ranunkel und Rose041 – Das Seelchen unter den Giftpflanzen. Vom Maiglöckchen. Von Günther Vogt042 – Grünes Herz. Hommage an den Central Park in New York. Von Andrea Köhler044 – Des Sonnenkönigs Open-Air. Musik und Garten als Paar. Von Guido Gin Koster046 – Bilder von Thomas Flechtner052 – England: Der Alnwick-Garten schockiert die Besucher. Von Penelope Hobhouse055 – Oden an Muscari, Gardenia und Gänseblümchen056 – Belgien: Erich Dhont ist der neue Superstar. Von Anette Freytag059 – Holland: Die Niederländer gärtnern lieber brav und billig. Von Penelope Hill062 – Schweiz: Rauhe Idylle im Industriequartier. Von Annemarie Bucher064 – Deutschland: Dschungel mitten in Berlin. Von Udo Weilacher067 – Frankreich: In Bordeaux gärtnert die Erosion. Von Christophe Girot070 – Spanien: Eduardo Chillidas Raum für grasende Tiere. Von Paul Ingendaay072 – Bilder von Jean-Marc Bustamante078 – Refugium der Ruhe. Der Garten als Sehnsuchtsort. Von Hermann Glaser080 – Im Wonnemonat Meier. Im Gartencenter. Von Richard Reich081 – Sensationen der europäischen Gartengeschichte. Von Nadine Olonetzky090 – Zum Weiterlesen. Eine willkürliche Auswahlzum SeitenanfangDas Journal091 – Ausstellungskalender092 – Grande Sélection094 – Noch nicht gedrehte Filme. Von Jörg Kalt095 – Ein anderes Museum095 – Das Wort097 – Verkauft098 – Ein Wochenende im Allgäu. Von Helga Leiprecht099 – «du»-Leseliste099 – Das Porträt100 – Bücherei. Von Florian Felix Weyh101 – Eröffnungen im Juli/August101 – Im Radio. Von Gerwig Epkes102 – Die Bibliothek des Reporters. Von Georg Brunold102 – Katalog von Allem103 – Im Fernsehen104 – Souvenir d’un mariage. Von Annette Scharnberg. Bild oculus104 – Stehbar in der Bahnhofshalle106 – Wissenswelt. Von Martin Rasperzum SeitenanfangDer Ausklang107 – Selbstgebrannt. Von Urs Fässler109 – Interview. Marcel Reich-Ranicki im Gespräch mit Roger Willemsen112 – Kabinett der Moderne. Viola Roggenkamp über Artemisia Gentileschi114 – Ausblick005 – Impressum015 – «du» vor 50 Jahren, Pressestimmen, Leserbriefe016 – Autoren, Fotografen, Künstler/Illustratoren, Dankzum SeitenanfangDas EditorialSeit der Vertreibung aus dem Garten Eden wünscht sich der Mensch in diesen zurück. Er scheint ihm die ideale Landschaft zur geistigen Erholung. Wegen der Erbsünde muss er aber inzwischen heftig ackern für ein noch so kleines Paradies. Und ist dabei mit den durchaus unsentimentalen Kräften der Natur konfrontiert. Im Garten welkt es, vertrocknet es, kriecht es unbefugt zur Nachbarin, wächst es falsch oder gar nicht. Gärten sind für die Ewigkeit angelegt. Sie überdauern ein Menschenleben, aber sie brauchen immer jemanden, der sich mit Wissen und Hingabe um sie kümmert, sonst ändert sich ihr Charakter, sonst verwildern und verschwinden sie. Ein Garten braucht Zeit, Arbeitskraft – und Geld. Längst ist er zum Wirtschaftsfaktor geworden. In den Buchhandlungen sind die Abteilungen mit den prächtigen Gartenbänden an prominente Orte gerückt, und wer zur Rosenblüte nach England fährt, wird nicht mehr belächelt. Der Garten ist Projektionsfläche für Sehnsüchte und Begehrlichkeiten aller Art; sie schiessen in eben dem Masse ins Kraut, in dem sich der Mensch von der Unbill der Natur entfernt halten kann. Sei es als Naherholungsraum (Stadtpark! Seepromenade! Firmen-, Spital-, Behördenrabatte! ), als Hort der Exotik und Varietät (botanischer Garten!), als privater Rückzugsort hinterm Haus oder als Lieferant von Gemüse, Früchten und Blumen (Schrebergarten!) – immer ist die bepflanzte Erde auch ein Stück Land, wo der Mensch sich seiner Gestaltungskraft versichert. Diesem Garten nähert sich die Sommerausgabe von «du». Das Kind beschreibt, wie es seine Abenteuer literarisch noch einmal erlebt. Eine New Yorkerin atmet auf im Central Park, der grünen Lunge der Stadt. Wir besuchen Gertrud Bölsterli in Windisch, die, ihrer Namensbase Gertrude Jekyll ähnlich, einen Cottage Garden hegt. Wir gehen ans erste Open-Air – zum Sonnenkönig nach Versailles. Und fragen uns, wie es dem grössten Gartenbesitzer der Welt, dem englischen National Trust, gelingt, 3,4 Millionen jätende Mitglieder zu gewinnen. Neben Gärten in ganz Europa werden Sämereien und Gartencenter porträtiert, wo die Menschen alljährlich nach den Eisheiligen ihr sommerfrisches Heil suchen (winterhart, bitte!); die Chronik der Gartengeschichte zeigt Sensationen und Stilrichtungen, und kleine Oden erweisen der multikulturellen Population der Gärten – den Pflanzen – die Ehre. Allem Bücken und Zupfen, Jäten und Graben, Giessen und Düngen zum Trotz: Berührt von der Ausstrahlung, den Farben und Düften der Blumen und Gräser, Büschen und Bäumen verlässt man einen Garten nie geschwächt, sondern immer gestärkt und mit erfrischten Sinnen. Wir behaupten: Der Garten ist ein Modell für das mit der Welt und ihren Bedingungen ausgesöhnte Leben. Inhalt:007 – Zu viele Schafe, zu viel Regen, zu viel Geschichte. Von Richard Swartz008 – Mostar: Auferstanden aus Ruinen. Von Juli Zeh010 – Arm, aber reich. Von Sieglinde Geisel011 – Ein Vater für alle Chinesen. Von Mathias Bölinger013 – Jahrestage018 – Vier Jahreszeiten in meinem Garten. Bilder von Duane Michals020 – Ringen mit der Wildnis. Erst der Mensch zähmt die Natur. Von Hansjörg Küster024 – Lady von Windisch. Gertrud Bölsterli und ihr Garten. Von Daniele Muscionico026 – Für Pflanzen ist die Welt schon lang ein globales Dorf. Von Christian Schmidt027 – Oden an Lavendel, Mohn und Geissblatt028 – Bilder von Vincenzo Castella034 – «Jäten, bitte!» National Trust, weltgrösster Gartenbesitzer. Von Martin Alioth036 – Der Londoner Square ist ein Park im Strassenrock. Von Rüdiger Görner038 – Barone der Bäume. Literarische Früchte der Kindheit. Von Gisela Steinlechner039 – Paradies im Altersheim. Gartentherapie ist am schönsten. Von Jacqueline Schärli040 – Oden an Tulpe, Ranunkel und Rose041 – Das Seelchen unter den Giftpflanzen. Vom Maiglöckchen. Von Günther Vogt042 – Grünes Herz. Hommage an den Central Park in New York. Von Andrea Köhler044 – Des Sonnenkönigs Open-Air. Musik und Garten als Paar. Von Guido Gin Koster046 – Bilder von Thomas Flechtner052 – England: Der Alnwick-Garten schockiert die Besucher. Von Penelope Hobhouse055 – Oden an Muscari, Gardenia und Gänseblümchen056 – Belgien: Erich Dhont ist der neue Superstar. Von Anette Freytag059 – Holland: Die Niederländer gärtnern lieber brav und billig. Von Penelope Hill062 – Schweiz: Rauhe Idylle im Industriequartier. Von Annemarie Bucher064 – Deutschland: Dschungel mitten in Berlin. Von Udo Weilacher067 – Frankreich: In Bordeaux gärtnert die Erosion. Von Christophe Girot070 – Spanien: Eduardo Chillidas Raum für grasende Tiere. Von Paul Ingendaay072 – Bilder von Jean-Marc Bustamante078 – Refugium der Ruhe. Der Garten als Sehnsuchtsort. Von Hermann Glaser080 – Im Wonnemonat Meier. Im Gartencenter. Von Richard Reich081 – Sensationen der europäischen Gartengeschichte. Von Nadine Olonetzky090 – Zum Weiterlesen. Eine willkürliche Auswahl091 – Ausstellungskalender092 – Grande Sélection094 – Noch nicht gedrehte Filme. Von Jörg Kalt095 – Ein anderes Museum095 – Das Wort097 – Verkauft098 – Ein Wochenende im Allgäu. Von Helga Leiprecht099 – «du»-Leseliste099 – Das Porträt100 – Bücherei. Von Florian Felix Weyh101 – Eröffnungen im Juli/August101 – Im Radio. Von Gerwig Epkes102 – Die Bibliothek des Reporters. Von Georg Brunold102 – Katalog von Allem103 – Im Fernsehen104 – Souvenir d’un mariage. Von Annette Scharnberg. Bild oculus104 – Stehbar in der Bahnhofshalle106 – Wissenswelt. Von Martin Rasper107 – Selbstgebrannt. Von Urs Fässler109 – Interview. Marcel Reich-Ranicki im Gespräch mit Roger Willemsen112 – Kabinett der Moderne. Viola Roggenkamp über Artemisia Gentileschi114 – Ausblick005 – Impressum015 – «du» vor 50 Jahren, Pressestimmen, Leserbriefe016 – Autoren, Fotografen, Künstler/Illustratoren, Dank
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