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Books / Kunst / Zeitschriften / du / du 756. Richard Long. Walking into Existence

du Verlag,  2005,  Kartoniert, 
diverse

du 756. Richard Long. Walking into Existence

Eine tausend Meilen lange Reise beginnt mit einem Schritt. Fünfzehn Jahre ist es her, dass Daniel Schwartz nach Frankfurt ins Städel reiste und Richard Long um ein Werk in Heft-Form bat. Es war die Idee Dieter Bachmanns gewesen, des damaligen Chefredaktors, Richard Long möge seine Spuren hinterlassen im «du». Seither sind Postkarten und Briefe zwischen der Redaktion und dem Künstler hin und her gegangen. Bis letzten Sommer ein Fax aus Bristol kam. Von Hand geschrieben, wie immer. Weg («Walk»), Ort («Place») und Stunde («Time») bewegten sich aufeinander zu. Bei einem Treffen in London im Herbst wurde es besiegelt: Richard Long würde ein «du» gestalten. Es wurde Februar, es lag tiefer Schnee, Richard Long kam nach Glarus. Im Rucksack hatte er Schlamm vom Fluss Avon, der durch seine Heimatstadt fliesst. Mit diesem Schlamm schuf er in den Räumen der Galerie Tschudi neue Mud Works. Die Spritzer und Schlieren entstehen, wenn Richard Long den weissen Schlamm rasch mit der Hand auf die Wand aufträgt und dabei die Schwerkraft nutzt, um ihn auf darunter angebrachtem schwarzem Karton aufzufangen. In der Zeit, die die Sonne brauchte, um den Schnee vom Glärnisch zu schmelzen, entstand das Heft. Immer wieder trafen wir Richard Long in Glarus und genossen seinen trockenen Humor, der nicht nur in seinen Werken aufscheint – Avon zum Beispiel ist walisisch und bedeutet Fluss; typisch für den feinen britischen Witz von Richard Long, dass er seine Mud Works also immer mit «Schlamm vom Fluss Fluss» macht. Als die Arbeiten für die Ausstellung in Glarus fertig waren, war es auch das Heft. Um in Richard Longs Welt einzutauchen, muss man sich um 90 Grad drehen. Dann bewegt man sich auf fotografischen Spuren, die er bei seinen Wanderungen vor allem durchs Engadin hinterlassen hat. Auch die Textarbeiten sind Spuren, während oder nach Walks geschaffen. Skulpturen sind schliesslich auch die Mud Works. Sie zwingen den Betrachter, das Heft wieder in die Ausgangslage zu drehen, eine andere Bewegung in den Raum zu schreiben: Die Schwerkraft wirkt. Die Mud Works werden ab Seite 36 erstmals veröffentlicht. Der Künstler Richard Long, der meist alleine läuft auf seinen Wanderungen, lässt sich mit diesem Heft ein Stück des Weges begleiten. (Jacqueline Schärli )Inhalt:007 – Alles «Made in China» bei Wal-Mart. Es funktioniert meistens nicht, die Amerikaner kaufen es trotzdem. Von Richard Swartz008 – Es war einmal im Hotel Plaza. Eine New Yorker Institution wird an die Neureichen verscherbelt. Von Nina Toepfer010 – Nicht auflegen – später versuchen. Wie eine spanische Telefongesellschaft ihre Kundschaft um den Verstand bringt. Von Markus Jakob010 – Hat wer meine Mails gelesen? Wie Sie ganz einfach herausfinden, wer Ihnen warum nicht antwortet. Von Florian Felix Weyh014 – Jahrestage019 – Richard Long: «My art is in the nature of things.» Von Jacqueline Schärli022 – Ausgewählte Fotografien und Text Works/Selected photographs and text works. Von Richard Long036 – Mud Works. Glarus 2005. Von Richard Long048 – Urgeschichte und Richard Longs Skulpturen/Prehistory and the Sculpture of Richard Long. Von Ian Wightman065 – Ausgewählte Einzelausstellungen/Selected One-man exhibitions

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