In den ?eigenartigen? Bildwelten des jungen Schweizer Künstlers Yves Netzhammer gibt es keinen Stillstand. Seine Motive und Schöpfungen verwandeln sich ständig zu neuen Erzählungen voller Poesie. Seine Bildwelt ist digital, sie spricht eine in der Zeichnung verwurzelte Sprache, die unsere gesamte Gegenwart modellhaft-skulptural reflektiert. Die Künstlichkeit seiner Bilderströme rührt um so mehr angesichts ihrer Stille, ihrer mehrschichtigen Zeitstrukturen, ihrer Zärtlichkeit. Sie trifft auf unsere grundlegenden und empfindlichsten Fragen des Lebendigen: Krankheit und Liebe, körperlicher Zerfall, Sexualität und Tod. Sie führt das Paradoxon auf, dass virtuelle, künstliche Bilder Verstrickungen und Bedingungen des menschlichen Daseins körperlich fühlbar werden lassen. Für Duisburg entwickelte der Künstler eine neue, dreiteilige, synchrone Videoprojektion, die erstmals zu sehen ist. In Kombination mit weiteren Computerprojektionen, skulpturalen Elementen und Licht verschmelzen diese zu einem raumgreifenden, erzählerischen Ausstellungsparcours. Für Krefeld konzipierte der Künstler eine Kombination aus Videoinstallationen und Folien-Wandzeichnungen. Das Buch enthält zusätzlich eine Übersicht über die Werke von 1994-2000. Das Buch erschien anlässlich der Ausstellung ?Das Gefühl präziser Haltlosigkeit beim Festhalten der Dinge. Yves Netzhammer, Video and Installationworks?, Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg und Kaiser Wilhelm Museum, Krefeld. Biografie1970 geboren in Schaffhausen, Schweiz1986-90 Lehre als Hochbauzeichner in Schaffhausen1990-91 Vorkurs an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich1991-95 Visuelle Gestaltung, Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürichlebt und arbeitet in Zürich, Schweiz Kerber Verlag, 2003, 18 x 24 cm, 80 Seiten mit 173 meist farbigen Abbildungen, Broschiert
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