Virtuelle Bilder oder Filme sind ohne Verwendung von Fotografie oder Video direkt am Computer erzeugt. Diese Bilder oder Animationen werden parallel zur Wirklichkeit erstellt und sind von Grund auf konstruiert. Mathematische 3D-Oberflächen-, Licht- und Raumdefinitionen werden durch den Computer in ein zweidimensionales, mehr oder weniger realistisches Bild umgerechnet. Was computergestützte Bildproduktion vom herkömmlichen Kunstschaffen unterscheidet, ist das enorme Optimierungspotential. Es kann jederzeit in alle Strukturebenen eines Werks eingegriffen werden, um das Ergebnis immer wieder zu verbessern. Das Werk bleibt auf Dateiebene transparent und flexibel. Vorgestellt werden fünf Künstler - Martin Dörbaum, Gero Gries, Yoichiro Kawaguchi, Gerhard Mantz, Yves Netzhammer - , die auf ganz unterschiedliche Weise diese neue Form der Bildentstehung interpretieren. Wir stehen am Anfang einer nicht mehr umkehrbaren Entwicklung, die viele spannende Perspektiven eröffnet, wie diese Auswahl zeigt. 3D-Simulation wird für die Fotografie im 21. Jh. so viel bedeuten, wie die Fotografie für die Malerei im ausgehenden 19. Jh. Jovis Verlag, 2001, 96 Seiten mit 80 farb. Abbildungen, 24 cm x 28 cm, mit eingelegter CD, Hardcover, deutsch/english
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