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Books / Kunst / Serielle Verfahren. Pop Art, Minimal Art, Conceptual Art und Postminimalism

Elke Bippus

Serielle Verfahren. Pop Art, Minimal Art, Conceptual Art und Postminimalism

Wie sind die minimalistischen Kuben von Donald Judd oder die Bodenobjekte von Carl Andre zu verstehen? Sind sie nichts als der Ausdruck für die Suche nach Präsenz und reiner Essenz, wie die Kunstkritik bisher behauptet? Elke Bippus löst sich von dieser Betrachtungsweise und setzt die seriellen Objekte in Beziehung zu ihrem Raum und dem Betrachter. In den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts nutzen Vertreter der Minimal Art und der Pop Art die Serienproduktion konsequent für die technische Herstellung von Kunstwerken. Andy Warhol nähert die Kunstproduktion der Warenproduktion an, während es Carl Andre, Sol LeWitt oder Donald Judd im Unterschied zur Industrieproduktion nicht um die Fabrikation identischer Objekte geht; sie produzieren mittels spezieller Verfahren, etwa der Kombination oder Umkehrung, spezifische singuläre Objekte. Pop Art, Minimal Art, Postminimalism und Conceptual Art: Das Verbindende der Arbeiten dieser verschiedenen Kunstrichtungen ist das Prinzip Serie als objekt- und bedeutungsbildendes Verfahren. Wiederholung wird in der seriellen Kunst zu einem performativen, differenzbildenden Re-Produktionsmodus. Elke Bippus untersucht die Werke der verschiedenen Kunstrichtungen. Das Prinzip Serie wird unter vielfältigen Gesichtspunkten beleuchtet und vor allem als Verfahren sichtbar: als technisches, als konzeptuelles und als manuelles. So wird z. B. das Seriale in den Arbeiten von Eva Hesse und Hanne Darboven als manuelles Wiederholungsmoment relevant. Die Untersuchung ist eng am Gegenstand orientiert. Sie setzt das Seriale in Beziehung zur Rezeption der Arbeiten und zu geschlechtsspezifischen Fragestellungen. Die Ergebnisse der Analysen werden in allgemeinere theoretische Fragestellungen eingebunden, wie etwa der Wiederholung als performativem Prozeß, der Repräsentation und Imagebildung, der Selbstreferentialität und des Kontextes. Durch die Konstellation verschiedener serieller Arbeiten werden Übergänge zwischen den Kunstrichtungen deutlich, ohne die Unterschiede zwischen den Werken aufzulösen. So werden neue Sichtweisen möglich, die über eine bloße historische Einordnung der Kunstwerke hinausgehen. Reimer Verlag, 2003, ca. 280 Seiten mit 10 Farbabbildungen, 70 s/w-Abbildungen, Register, 17 x 24 cm, Broschiert

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