Books / Kunst / Raum & Ort / QUIVID. Kunst im öffentlichen Auftrag
Das Verhältnis von Kunst und Demokratie ist - gerade bei städtisch bzw. staatlich initiierten »Kunst am Bau«-Projekten - immer wieder Thema des künstlerischen Diskurses. Doch »Kunst am Bau« wird häufig mit dem Applikationsvorwurf und dem Mißtrauen gegenüber demokratisch begründeten Kunstentscheidungen konfrontiert. Beide Urteile gilt es zu überdenken, denn Kunst im öffentlichen Raum hat bereits seit langem den gesellschaftlichen Kontext und die urbane Architektur für sich entdeckt und thematisiert. Seit Beginn des Jahres 2002 benennt der von Adib Fricke geschaffene Begriff »QUIVID« das »Kunst am Bau«-Programm der Stadt München. Das Münchner Modell, das anderen Städten bereits als Vorbild dient, zeichnet sich nicht zuletzt durch den programmatischen Mut aus, mit dem die herkömmlichen Grenzen von »Kunst am Bau« neu ausgelotet und eine Öffentlichkeits-offensive eingeleitet wurde, um demokratischen Entscheidungen zu mehr Transparenz und der Kunst im öffentlichen Raum zu mehr Akzeptanz zu verhelfen. Als »QUIVID«-Statement umkreisen die in diesem Band publizierten Aufsätze von Adib Fricke, Susanne Clausen, Olaf Nicolai, Monika Pemler und Heinz Schütz das Thema »Demokratie als Auftraggeber«. Parallel dazu werden verschiedene »Kunst im öffentlichen Raum«-Projekte dokumentiert, u. a. Arbeiten von Acconci Studio, Franz Ackermann, Empfangshalle, Peter Kogler, Olaf Metzel, M + M, Olaf Nicolai, Eva Schlegel und der Szuper Gallery. Verlag für moderne Kunst, 2003, 128 Seiten mit 57 Abb. in Farbe., 14.8 x 21 cm, Broschiertbestellen beim Verlag http://www. vfmk. de/
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