Die Sprache ist aus der zeitgenössischen Kunst nicht mehr wegzudenken. Durch sie erhalten immer mehr Werke ihre entscheidende Aussage und Faszination. In dieser Publikation folgt Andreas Hapkemeyer - mit den unterschiedlichsten Beispielen - den zahlreichen Spuren von Sprache in der Kunst und veranschaulicht ihre vielfältigen Strukturen. Dabei stützt er sich auf seine langjährige Erfahrung am Museum für moderne Kunst Bozen - Museion; er schreibt über Künstler, mit denen er in direkten Kontakt getreten ist, und über Werke, die für die von ihm betreute Sammlung des Museums erworben wurden. Die Bandbreite der besprochenen Künstler reicht von Außenseitern (Gianpietro Sono Fazion) und Kollektiven (Zero, Gruppo N) der sechziger Jahre bis hin zu aktuellen Vertretern des Postkonzeptualismus (Matt Mullican, Raymond Pettibon, Hiroshi Sugimoto). Konzeptuelle Strategien (Lawrence Weiner, Heinz Gappmayr) werden ebenso berührt wie Positionen Konkreter und Visueller Poesie (Heimrad Bäcker, Maurizio Nannucci). Weitere Themen: Sprache als das zentrale Element der Filme Eija-Liisa Ahtilas, Malerei als Schrift bei Emilio Vedova, Sprache als Fortsetzung der Malerei bei Arnulf Rainer, Wörter und Sätze in Aktionen von Jochen Gerz oder Hamish Fulton, das Zusammenwirken von Kunst und Werbung - mithin Grenzgänge zwischen Text und Bild, kurz: das Ineinander und Miteinander der beiden Bereiche. Begleitet werden diese wegweisenden Ausführungen von zahlreichen Farbabbildungen aus dem Bestand des Bozner Museion, womit auch das Buch selbst die Sprache und die Kunst in einem faszinierenden Dialog ausgiebig zu Wort kommen lässt. lindinger + schmid, 2004, 256 Seiten, über 100 Abb., Broschiert
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