Erzählungen, Essays zu Film, Literatur, Musik, Theater und bildender Kunst sowie Künstlerporträts zeigen ein neues Bild von der Kunstszene im Nahen Osten. Katalog zur Ausstellung im Haus der Kulturen der Welt, Berlin. Ausstellungstext:Die neue Generation von Künstlern und Intellektuellen im Nahen Osten steht für einen Paradigmenwechsel. Sie stellt radikale individuelle Positionen gegen alle Versuche kollektiver Vereinnahmung und setzt sich ebenso kritisch mit dem Orientbild des Westens auseinander wie mit den gesellschaftlichen Bedingungen in der Region. Die neue Kunst ist politische Kunst, eine Kunst, die moralische Kategorien, politische und religiöse Herrschaftsformen reflektiert. Während sich arabische Künstler und Intellektuelle intensiv mit dem Aufbrechen des westlichen Orientbildes konfrontieren, leben die stereotypen Zuschreibungen im Westen fort. Das Programm von DisORIENTation stellt sich ausdrücklich diesem Aufklärungsprozess und versucht ein Bild zu entwerfen, das die Vielfalt und aufregende Aktualität der arabischen Kunst im Nahen Osten auch einem westlichen Publikum nahe bringt. Dies geschieht nicht nur auf einer theoretischen Ebene, vielmehr bringen die Projekte selbst auf sinnliche Weise eine veränderte Perspektive zur Darstellung. DisORIENTation entsteht in der direkten Kooperation zwischen Experten und Kulturinstitutionen in der Region und dem Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Kurator der Kunstausstellung ist Jack Persekian, Gründer und Direktor der Anadiel Galerie und Direktor der Al-Ma?mal Foundation for Contemporary Art in Jerusalem. Das Filmprogramm wird von dem Dokumentarfilmer Omar Amiralay (Paris/Damaskus/Beirut) verantwortet, der Bereich Performing Arts von dem Direktor des Young Arab Theatre Fund (Kairo/Brüssel) Tarek Abou El Fetouh. DisORIENTation versucht, einen Bezug zwischen Berlin/Mitteleuropa und der arabischen Welt herzustellen und den Kontext der dortigen Kunstproduktion mit allen sozialen und politischen Implikationen zu zeigen. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Einrichtung von interdisziplinären Laboratorien mit ausgewählten Künstlern aus der Region, die in Berlin für DisORIENTation produzieren und in Austausch mit deutschen Künstlern treten. vice versa, 2003, 162 Seiten, Broschüre, 200 Abbildungen, Paperback, deutsch/englisch
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