Das Wahrnehmungssystem der Welt, das sich Corinne Wasmuht (*1964) mit ihrem Bilderfindungsverfahren geschaffen hat, funktioniert abseits kurzfristiger und oberflächlicher Themengebung als hochfeines Sensorium der Gegenwart. In ihrer Malerei hebt sich die Unterscheidung von echt und simuliert, von real und inszeniert, von natürlichem Anblick und digitalem Schein auf. Gerade mit ihrem unzeitgemäß langsamen Bilderzeugungsverfahren in Öl setzt Corinne Wasmuht dem massenmedialen Bilderrauschen ein kritisch prüfendes Instrumentarium entgegen. Die durchgehend farbig bebilderte Publikation versammelt alle Gemälde von Corinne Wasmuht aus den Jahren 1990 bis 2003. Erkennbar wird das schon jetzt komplexe und umfangreiche Werk einer noch jungen Künstlerin, deren großformatige Gemälde in den wichtigsten Malereiausstellungen der letzten Zeit besondere Aufmerksamkeit erregt haben. Wichtige Auftragsarbeiten, wie ihre in diesem Jahr entstandenen Wandbilder im Bundeskanzleramt in Berlin, deuten auf die wachsende Anerkennung dieser zentralen Vertreterin der zeitgenössischen Malerei in Deutschland. Ausstellungen: Staatliche Kunsthalle Baden-Baden 20.9.-16.11.2003 · Museum Haus Esters, Krefeld Oktober 2004 - Januar 2005Hatje Cantz, 2003, 80 Seiten, Gebundene Ausgabe
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