Bob Gramsma zählt mit seinen zahlreichen Ausstellungen und dem PS.1 MOMA Stipendium in New York zu einer jungen Generation international aufstrebender Künstler. Gramsma arbeitet in seinen Bildern und Bauten mit dem räumlichen Einzug von Distanzen und Differenzen zwischen Welten, gesteigert bis zur Kollision und zum Kollaps von Bedeutungen. Seine Raumkonglomerate sind Realitäten, eine seltene Zwischenwelt von technoider Neutralität und anonymer Verfremdung, die sich unvermittelt ins Sichtbare einschiebt. Die Dinge sind greifbar und von einer unwirklichen Nähe, in der die Grenzen zwischen Eigenem und Fremden, bildhafter und tatsächlicher Wirklichkeit verwischt sind und alles in einer einzigen intensiven Erfahrung verschmilzt. In dieser ist alle Zeit aufgehoben und jede Erfahrung absorbiert: Die Welt schrumpft auf einen Punkt, dessen Ausdehnung ins Unendliche greift. Bei aller Größe, welche Gramsmas Gebilde annehmen können, bleiben die Dimensionen schwer fassbar. Monumentalität und Intimität sind nicht zu trennen, denn letztlich wird am gegebenen Ort stets nur eine Spur gelegt, einer Zeichnung in räumlicher Ausdehnung verwandt. Gramsma lädt in reale Räume ein, um hinauszuführen aus dem RaumEs gibt keinen Ausstieg aus Gramsmas Welten, weil sich das Überraschende, Fremde im Vertrauten ereignet, dort, wo der Verstand sich noch sicher glaubt. Diese Publikation ermöglicht erstmals einen umfassenden Einblick in das dichte Werk von Bob Gramsma seit 1995. Verlag für moderne Kunst, 2003, 80 Seiten mit 62 Abb., davon 56 in Farbe, 21.5 x 28 cm, Gebunden
Warenkorb ansehen