Books / Fotografie / Von Körpern und anderen Dingen. Deutsche Fotografie im 20. Jahrhundert
Die vorliegende Publikation wird von der grundsätzlichen Überzeugung geleitet, dass die Fotografie das geeignetste Medium sei, um die stets von Neuem auftauchenden Fragen nach Sinn, Ort und Wesen menschlicher Identität zu erfassen. Dabei gehen die Herausgeber davon aus, dass gewaltige gesellschaftliche Umbrüche, wie etwa die beiden Weltkriege oder die sechziger-Jahre-Bewegung sich insbesondere in fotografischen Entwicklungen niederschlagen, so etwa in Neuem Sehen, Neuer Sachlichkeit oder Kunst mit Photographie. Ästhetische Fragen treffen in diesem Verständnis auf eine soziokulturelle Dimension, in der die jeweilige Avantgarde quasi als super-spontaner Reflex auf die Bedinungen unserer Existenz reagiert. Aber auch die künstlerischen Konzepte bleiben nicht unberücksichtigt; die komplexen Bezüge zur künstlerischen Avantgarde hinterließen schließlich enorme Verschiebungen unserer Wahrnehmung, die das hier vorgestellte Ausstellungs- und Buchprojekt implizit nachvollzieht. Fotografien von:Karl Blossfeldt, Erwin Blumenfeld, Katharina Bosse, F. C. Gundlach, Andreas Gursky, Heinz Hajek-Halke, Raoul Hausmann, Candida Höfer, Peter Keetman, Jürgen Klauke, Herlinde Koelbl, Herbert List, Laszlo Moholy-Nagy, Helmut Newton, Albert Renger-Patzsch, August Sander, Katharina Sieverding, Wolfgang Tillmanns u. v. a. Edition Braus, 2003, 336 Seiten, 24 x 28 cm, Hardcover
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