Books / Fotografie / Unschärferelation. Fotografie als Dimension der Malerei
Innerhalb des Booms, den die Fotografie seit rund zehn Jahren erlebt, spielt die Beschäftigung mit dem Medium Malerei eine zunehmend wichtige Rolle. Dabei scheint es so, als ließen sich viele der malereispezifischen Themen, beispielsweise die Fragen nach Original und Aura, auf der Ebene eines fotografischen Diskurses produktiver bearbeiten als dies innerhalb der Malerei möglich wäre. Wie die stark auf kunsthistorischen Vorbildern basierende Arbeit Jeff Walls zeigt, profitiert die Fotografie dabei insbesondere von ihrer im Verhältnis zur Malerei zeitgemäßer erscheinenden medialen Praxis. Die auratisch leuchtende Präsenz der Wallschen Leuchtkästen gibt den Bildern die längst verloren geglaubte Kraft und Intensität von Tafelbild-Ikonen zurück und bricht diese Ikonenhaftigkeit gleichzeitig, indem sie in ihrer fotografisch- digitalen Herstellungspraxis auf die Künstlichkeit und Vermitteltheit ihrer Entstehung verweist. Dieser Themenkomplex wird im vorliegenden Band unter Einbeziehung der Motive »Architektur« und »Landschaft« anhand ausgewählter Positionen der Gegenwartsfotografie diskutiert. Hrsg. Stephan Berg, René Hirner, Bernd Schulz, Einleitung von Stephan Berg, Texte von Carl Aigner, René Hirner, Hans Dieter Huber u. a.''Im Katalog wird eigentlich nicht die Malerei untersucht, sondern eine Fotografie vorgestellt, die so ist, wie Malerei sein könnte, wenn man sie aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts ohne die Umwege über Abstraktion oder reine Konzeptkunst bis in die heutige Zeit hinein verlängern würde.''(ArtProfil)''Im Zentrum steht das Verhältnis der Fotografie zur Malerei, die Beziehung zwischen Inzenierung und Wahrheit.'' (MAK)Hatje Cantz Verlag, 2000, 120 S., 50 Abb., davon 47 farbig, 21 cm x 21 cm x 1.10 cm, Broschur
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