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Books / Film & Neue Medien / Five Angels. Bill Viola im Gasometer

Wolfgang Volz, Jeanette Schmitz (Hrsg.)

Five Angels. Bill Viola im Gasometer

Bill Viola gehört heute zu den bedeutendsten Künstlern, die mit Video arbeiten. Seine Werke füllen als monumentale Bildprojektionen oft ganze Räume aus und ziehen den Betrachter in ihren Bann. In seinen Videoarbeiten behandelt er philosophische Themen, die traditionellerweise in den großen Kunstgattungen Malerei und Skulptur zu Hause sind. Ihm ist es in seinem Werk gelungen, das Medium Video, das in seiner Anfangszeit vor allem mit dem alltäglichen Gebrauch des Fernsehens verknüpft war, von alltäglichen Sehgewohnheiten zu entbinden und in die Welt der Poetik zu überführen. Er taucht gewissermaßen mit der Videokamera unter die Oberfläche und stößt auf die Gründe des menschlichen Bewusstseins. Es sind Wahnvorstellungen, Albträume, Verdrängungen oder Sehnsüchte, eben jene versunkenen Realitäten, die Künstler nicht erst in unserem Jahrhundert immer wieder aufzudecken und zu erinnern suchen. Der Katalog dokumentiert die größten jemals gezeigten Projektionen seiner atemberaubenden Video-Arbeit ?Five Angels for the Millenium? im Gasometer Oberhausen. Die Installation beinhaltet fünf komplementäre Videosequenzen bewegter Bilder menschlicher Figuren. Hauptmotiv von Violas größten und bedeutendsten Werk ist Wasser. Er beschreibt Grenzsituationen menschlicher Existenzen. Es geht um den Anfang und das Ende, Vergänglichkeit und Wiedergeburt, Übergänge und Durchbrüche. Bill Viola gilt international als Pionier der Videokunst. Bereits in den siebziger Jahren experimentierte er mit den noch unbekannten Möglichkeiten des Mediums. Seine handwerkliche Perfektion und sein ständiges Ausloten der Grenzen technischer Möglichkeiten haben das Medium Video gemeinsam mit seinen Werken zu einem wichtigen Bestandteil der modernen Gegenwartskunst gemacht. Klartext-Verlag, 2003, 72 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, Gebundene Ausgabe

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