Books / Architektur / Bauten / Holland / Nie gebaute Niederlande
Architektur, deren Realisierung verworfen wird, spiegelt - und das ist das atemberaubende Paradox - auch die tatsächliche architektonische Entwicklung. Cees Nootebooms »Nie gebaute Niederlande« umreißt die Geschichte der niederländischen Architektur von 1850 bis heute anhand von nicht ausgeführten Entwürfen. Gibt es einen Unterschied zwischen dem nie Geschriebenen und dem nie Gebauten? Das Ungeschriebene bleibt unsichtbar und damit wirkungslos. »In der Architektur ist das anders«, so Cees Nooteboom, »da wissen wir genau, was der Architekt gebaut hätte, wenn er gebaut hätte, was er wollte. Das ganze Bauwerk steht da; es ist erdacht, entworfen und gezeichnet, nur nicht zu Stein geworden, es ist da und doch nicht da.« So zeigt der Band »Nie gebaute Niederlande«, wie die Niederlande hätten aussehen können, aber gleichzeitig auch, wie sie ausgesehen haben. Die Entwürfe werden in chronologischer Folge präsentiert, ohne den bloßen Anspruch einer Inventarisierung. Es ist eine repräsentative Auswahl, die durch- aus auch subjektive Palette jener Entwürfe, die in historischer wie in qualitativer Hinsicht Höhepunkte der nieder- ländischen Architekturgeschichte darstellen. Aus dem Inhalt:Dem Essay von Cees Nooteboom folgen exemplarische Architekturentwürfe in chronologischer Folge: unter anderem J. J. P. Oud, Entwurf eines Wohnviertels (1931); J. P. Kloos, Entwurf eines Victory Leave Center (1945); J. H. van den Broek/J. B. Bakema, Östliche Stadterweiterung von Amsterdam (1964); Zaha Hadid, Rem Koolhaas, Elia Zenghelis, Wettbewerbsentwurf Erweiterung für das Parlament (1977); Winnie Maas/Jacob van Rijs/Nathalie de Vries in Zusammenarbeit mit Tom Mossel/ Steffan Witteman/Bernd Felsinger/ Carolien Ligtenberg, Einkaufszentrum Z-Mall (1997). DVA, 2000, 120 Seiten, 24.0 x 27.5 cm, Klappenbroschur
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