Books / Architektur / Bauten / Deutschland / ArchitekturBerlin04
Krise als Chance für die Architektur. Dies ist das Leitthema des diesjährigen Jahrbuchs der Architektenkammer Berlin. Die Umbruchsituation setzt Kreativität frei und eröffnet eine neue Diskussion zum Umgang mit Bestand und der Stadt als sozialem Lebensraum. Der Band zeigt anhand bemerkenswerter Beispiele, wie aus der Krise neue Chancen zum Beispiel in einer wachsenden Off-Architektur und außerhalb der Landesgrenzen entstehen. Und wie gerade in diesem Klima mit der Vielfalt an interessanten und spannungsreichen Gebäuden und städtebaulichen Situationen umgegangen wird. Den Sinn der Rückschau erläutert Jörn-Peter Schmidt-Thomsen, Präsident der Architektenkammer Berlin: „Im Blick zurück zwischen Diskussion und Bilanz wird das Neue, was fast schon wieder vergessen war, wiederentdeckt und Strittiges für den künftigen Diskurs erhalten.“ Im ersten Teil des Buches setzt sich Gerwin Zohlen mit Rem Kohlhaas‘ avantgardistischer Niederländischer Botschaft kritisch auseinander und Wolfgang Schäche schreibt über Irene Henselmann, die große alte Dame der DDR-Architektur. Dieter Hoffmann-Axthelm und Uwe Rada streiten wortgewandt um die Stadthäuser am Friedrichswerder. Weitere namhafte Autoren wie Amber Sayah, Stuttgarter Zeitung, und Mateo Kries, Leiter des Vitra Design Museums, beschäftigen sich mit der architektonischen, städte- und landschaftsplanerischen Entwicklung der Stadt. Im zweiten Teil des Bandes findet sich die Dokumentation ausgewählter Werke Berliner Architekten, die dem zuvor Diskutierten ein konkretes Bild hinzufügen und Zeugnis ablegen von den spannungsgeladenen Gegensätzen dieser Stadt und der Energie ihrer Architekten. Verlagshaus Braun, 2004, 160 Seiten, ca. 270 Abbildungen, Englische Broschur, 21.4 x 28.0 cm
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