Books / Architektur / Bauten / Das Haus Tugendhat. Ludwig Mies van der Rohe, Brünn 1930
Zur Ausstellung im Ausstellungszentrum der Wiener Allgemeinen Versicherung, vom 26.5. - 16.7.1999 Das Haus Tugendhat: Das Haus Tugendhat wurde von Fritz und Grete Tugendhat für ihre Familie 1928 in Auftrag gegeben und nach der Fertigstellung 1930 bezogen. Die Familie Tugendhat, die dem großbürgerlichen, jüdischen Unternehmertum entstammte, bewohnte es nur bis 1938. Bedingt durch die widrigen politischen Umstände, mußten sie in diesem Jahr Brünn verlassen. Nach wechselvoller Geschichte und dem teilweisen Verfall wurde das Haus Mitte der 80er Jahre renoviert. Leider wurde dabei wertvolle Substanz zerstört. Wegen verschiedener Baumängel soll das Haus jetzt neuerlich instand gesetzt werden. Die Arbeiten sollen dem international anerkannten Wert des Hauses entsprechend, auf höchstem restauratorischem Niveau und unter Beteiligung tschechischer wie internationaler Spezialisten erfolgen. Der Architekt: Ludwig Mies van der Rohe (1886 - 1969) ist der wichtigste deutsche Vertreter der Architektur der Moderne und zählt zu den bedeutendsten Architekten dieses Jahrhunderts. Durch sein Wirken als Baukünstler und Lehrer an so bedeutenden Ausbildungsstätten, wie dem Bauhaus in Dessau (1930 - 1933) und am Illinois Institute of Technology, Chicago (1938 - 1958), hat er die Architektur nachhaltig beeinflußt. Die Ausstellung: Der Besucher erhält Informationen über Entstehungsgeschichte und Wirkung eines Hauptwerkes der Architektur der klassischen Moderne. Darüber hinaus soll die Ausstellung auf die Fragilität eines architektonischen Werks, seine unteilbare Gesamtheit und den daraus resultierenden, behutsamen Umgang bei Instandsetzungsarbeiten an Bauten der Moderne hinweisen. Die Baugeschichte wird in zahlreichen, bisher unveröffentlichten zeitgenössischen Fotografien, Zeichnungen und Plänen, zum Teil Originalzeichnungen, dargestellt. Darüber hinaus werden Raumauffassung und Materialverwendung Ludwig Mies van der Rohes und seine Vorstellungen von Einrichtung als raumbildendes, architektonisches Element thematisiert. Eine Auswahl von Originalmöbeln zeigt eindrucksvoll das hohe künstlerische wie handwerkliche Niveau in der Gesamtherstellung des Hauses. Der Katalog: Der Katalog schildert die allgemeine Entstehungsgeschichte des Hauses und thematisiert die am Bau verwendeten Materialien, die farbliche Gestaltung sowie die textile Ausstattung. Diese Elemente repräsentieren das Zeitspezifische in der Kultur des Wohnens der Moderne. Anhand internationaler Beispiele (Villa Savoye von Le Corbusier, Haus Schröder von G. Rietveld) werden kritische Überlegungen zum Umgang mit diesen sensiblen architektonischen Kompositionselementen dargestellt. Der kultur- und architekturgeschichtliche Kontext der Stadt Brünn der dreißiger Jahre - die Entstehungszeit des Hauses - wird vorgestellt. Im Anhang findet sich eine vollständige, kommentierte Inventarliste aller im Archiv des Brünner Stadtmuseums aufbewahrter Baupläne des Hauses und der Abdruck einer repräsentativen Auswahl. Zahlreiche Abbildungen in schwarz-weiß und Farbe sind zum Teil erstmals publiziert. Pustet, 1999, 192 S. m. zahlr. z. Tl. farb. Abb. u. Pln. 21.5 cm, Kartoniert/Broschiert
linksammlung zum Haus Tugendhat der TU Harburg
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